Academic and specialist German (Fachsprache, Wissenschaftssprache) has its own grammar profile: long compounds, the passive and its alternatives, nominal style, Latin and Greek loanwords, and precise definitions. This German C2 lesson teaches you to read and write such texts confidently, whether you are studying at a German university or preparing for the reading and writing papers of the Goethe-Zertifikat C2 (GDS) and telc C2, which often include popular-science or academic texts.
What you will be able to do
- I can understand academic texts in my field and outside it, including their methodological limitations.
- I can transform verbal clauses into nominal phrases and back without changing the meaning.
- I can use the passive and its alternatives (sich lassen, sein + zu, -bar) precisely.
- I can form and analyse compounds, including the correct gender and linking elements.
- I can define a technical term with standard academic formulas.
Key vocabulary
Academic loanwords follow suffix patterns: -ität and -ion are feminine, -ismus is masculine, -um is neuter with an irregular plural. Learn every noun with article and plural.
| German | English | Example |
|---|---|---|
| die Fragestellung, -en | research question | Die Fragestellung der Arbeit ist klar umrissen. |
| die Hypothese, -n | hypothesis | Die Hypothese konnte bestätigt werden. |
| die Stichprobe, -n | sample | Die Stichprobe umfasste 412 Personen. |
| die Erhebung, -en | survey, data collection | Die Erhebung fand im Frühjahr statt. |
| Daten erheben (erhebt, erhob, hat erhoben) | to collect data | Die Daten wurden online erhoben. |
| die Auswertung, -en | analysis, evaluation | Die Auswertung ergab keine Unterschiede. |
| der Befund, -e | finding | Dieser Befund ist überraschend. |
| der Forschungsstand (no pl.) | state of research | Zunächst wird der Forschungsstand dargestellt. |
| das Kriterium, Kriterien | criterion | Die Auswahl erfolgte nach drei Kriterien. |
| das Phänomen, -e | phenomenon | Das Phänomen ist bislang kaum erforscht. |
| die Variable, -n | variable | Das Alter wurde als Variable berücksichtigt. |
| die Korrelation, -en | correlation | Es zeigt sich eine schwache Korrelation. |
| die Kausalität, -en | causality | Korrelation ist nicht gleich Kausalität. |
| signifikant | (statistically) significant | Der Unterschied ist statistisch signifikant. |
| empirisch | empirical | Die These ist empirisch nicht belegt. |
| die Begriffsbestimmung, -en | definition of a term | Eine präzise Begriffsbestimmung ist unerlässlich. |
| die Schlussfolgerung, -en | conclusion | Daraus ergeben sich zwei Schlussfolgerungen. |
| das Fazit, -s/-e | conclusion, summing-up | Im Fazit werden die Ergebnisse gebündelt. |
| die Verzerrung, -en | bias, distortion | Selbstauskünfte unterliegen möglichen Verzerrungen. |
| belegen (belegt, hat belegt) | to prove, provide evidence for | Mehrere Studien belegen diesen Effekt. |
| ableiten (leitet ab, hat abgeleitet) | to derive, infer | Aus den Daten lässt sich keine Regel ableiten. |
| etwas zugrunde legen (legt zugrunde, hat zugrunde gelegt) | to take as a basis | Der Analyse wird ein weiter Begriff zugrunde gelegt. |
| in Betracht ziehen (zieht, zog, hat gezogen) | to take into consideration | Auch andere Ursachen müssen in Betracht gezogen werden. |
| einer Sache Rechnung tragen (trägt, trug, hat getragen) | to take account of something | Das Design trägt den Unterschieden Rechnung. |
| einer Frage nachgehen (geht nach, ging nach, ist nachgegangen) | to investigate a question | Die Studie geht der Frage nach, warum … |
Useful phrases
| Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist … | The subject of this paper is … (opening) |
| Unter X versteht man … | X is understood to mean … (definition) |
| Als X bezeichnet man … | X is the term for … (definition) |
| Im Folgenden wird X als … verstanden. | In what follows, X is understood as … (working definition) |
| In Anlehnung an Müller (2019) … | Following Müller (2019) … (referencing) |
| Die Ergebnisse legen nahe, dass … | The results suggest that … (hedged conclusion) |
| Es ist davon auszugehen, dass … | It can be assumed that … |
| Hieraus lässt sich ableiten, dass … | From this it can be inferred that … |
| Einschränkend ist anzumerken, dass … | A limitation to note is that … |
| Dieser Befund deckt sich mit … | This finding is consistent with … |
| Wie bereits ausgeführt wurde, … | As has already been explained, … |
| Künftige Untersuchungen sollten … | Future studies should … (outlook) |
Grammar: Nominalisation, passive alternatives and compounds
Academic German aims at precision, density and impersonality. Three tools achieve this: nominalisation (actions become nouns), the passive and its alternatives (the agent disappears), and compounds (complex concepts become one word).
1. Nominalisation: from clause to prepositional phrase
| Conjunction (verbal) | Preposition (nominal) | Example |
|---|---|---|
| weil | aufgrund / wegen + Gen. | aufgrund der geringen Teilnehmerzahl |
| obwohl | trotz + Gen. | trotz methodischer Einschränkungen |
| wenn / falls | bei + Dat. | bei Überschreitung des Grenzwerts |
| nachdem / bevor | nach / vor + Dat. | nach Abschluss der Erhebung |
| während | während + Gen. | während des Untersuchungszeitraums |
| um … zu / damit | zur / zum + Dat.; zwecks + Gen. | zur Überprüfung der Hypothese |
| indem | durch + Akk. | durch den Einsatz eines Fragebogens |
| ohne dass | ohne + Akk. | ohne Berücksichtigung des Alters |
2. The passive and its alternatives
| Form | Meaning | Example |
|---|---|---|
| werden-Passiv | process | Die Daten wurden anonymisiert. |
| sein-Passiv | resulting state | Die Daten sind anonymisiert. |
| sich lassen + Infinitiv | can be done | Die Ergebnisse lassen sich verallgemeinern. |
| sein + zu + Infinitiv | must or can be done | Die Ergebnisse sind kritisch zu prüfen. |
| Adjektiv auf -bar / -lich | can be done | Der Effekt ist messbar. Die Daten sind öffentlich zugänglich. |
| Funktionsverbgefüge | passive meaning | Die Methode kommt häufig zur Anwendung. Der Einwand fand Berücksichtigung. |
| Partizipialattribut | compressed relative clause | die im Jahr 2024 erhobenen Daten; die zu untersuchende Frage (= die untersucht werden soll) |
3. Compounds (Komposita) and loanwords
The last element of a compound determines its gender and plural: der Datenschutz, die Datenschutzverordnung. Linking elements (Fugenelemente) are not optional: nouns ending in -ung, -heit, -keit, -schaft, -ion and -ität take an -s-: Forschungsstand, Gesundheitswesen, Wissenschaftssprache, Informationsquelle, Universitätsbibliothek. Other common links: -n- (Sonnenenergie), -en- (Studentenwohnheim), -es- (Bundesregierung), or none (Datenbank). Loanwords ending in -um usually form the plural with -en or -a: das Kriterium – die Kriterien, das Datum – die Daten, das Praktikum – die Praktika.
Rule to remember: Academic German packs actions into nouns, hides the agent with the passive or its alternatives, and defines every key term before using it.
- Unter Resilienz versteht man die Fähigkeit, Krisen ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu bewältigen.
- Aufgrund der geringen Fallzahl sind die Ergebnisse vorsichtig zu interpretieren.
- Die Hypothese lässt sich anhand der Daten nicht bestätigen.
- Die in der Pilotstudie gewonnenen Erkenntnisse flossen in das Design ein.
- Die zu prüfende Annahme lautet, dass …
- Der Effekt war nicht nachweisbar.
Typical mistake: ✗ Die Ergebnisse lassen sich nicht verallgemeinert werden. → ✓ Die Ergebnisse lassen sich nicht verallgemeinern. “Sich lassen” already carries the passive meaning, so it takes a plain infinitive, never a passive infinitive.
Read: An academic abstract
Abendliche Smartphone-Nutzung und Schlafqualität bei Studierenden – Zusammenfassung
Gegenstand der vorliegenden Studie ist der Zusammenhang zwischen abendlicher Smartphone-Nutzung und der subjektiven Schlafqualität von Studierenden. Angesichts der nahezu flächendeckenden Verbreitung mobiler Endgeräte kommt dieser Frage erhebliche gesundheitspolitische Relevanz zu. Unter „abendlicher Nutzung“ wird im Folgenden jede Bildschirmaktivität in den zwei Stunden vor dem Einschlafen verstanden; die Schlafqualität wurde mithilfe eines standardisierten Fragebogens erfasst.
Die Datenerhebung erfolgte im Wintersemester 2024/25 an drei Hochschulen. Die Stichprobe umfasste 412 Studierende im Alter von 19 bis 29 Jahren; die Teilnahme war freiwillig. Ausgeschlossen wurden Personen, die zum Zeitpunkt der Erhebung Schlafmedikamente einnahmen oder im Schichtdienst arbeiteten, da beide Faktoren die Schlafqualität unabhängig von der Mediennutzung beeinflussen. Über einen Zeitraum von vier Wochen protokollierten die Teilnehmenden ihre Bildschirmzeit mithilfe einer App. Ergänzend wurden soziodemografische Merkmale sowie die wöchentliche Arbeitsbelastung abgefragt, um mögliche Störvariablen kontrollieren zu können.
Die Auswertung ergab eine signifikante negative Korrelation zwischen der Dauer der abendlichen Nutzung und der Schlafqualität. Besonders ausgeprägt war der Effekt bei der Nutzung sozialer Netzwerke, während das Lesen digitaler Texte keinen messbaren Einfluss zeigte. Studierende, die ihr Gerät mindestens eine Stunde vor dem Einschlafen beiseitelegten, gaben im Durchschnitt eine um rund 15 Prozent höhere Schlafqualität an. Dieser Befund deckt sich weitgehend mit dem bisherigen Forschungsstand, differenziert ihn jedoch hinsichtlich der Art der Tätigkeit.
Einschränkend ist anzumerken, dass es sich um eine Korrelationsstudie handelt. Aus den Daten lässt sich daher keine Kausalität ableiten: Denkbar ist ebenso, dass Personen mit Einschlafproblemen ihr Smartphone häufiger zur Hand nehmen. Zudem beruhen die Angaben zur Schlafqualität auf Selbstauskünften, die Verzerrungen unterliegen können. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Altersgruppen ist ebenfalls kritisch zu prüfen.
Die Befunde legen nahe, dass Präventionsmaßnahmen weniger auf eine pauschale Reduzierung der Bildschirmzeit als vielmehr auf die Art der Nutzung abzielen sollten. Künftige Untersuchungen sollten ein experimentelles Design zugrunde legen, um der Frage nach der Wirkrichtung gezielt nachzugehen.
Gist: evening phone use, especially social media, correlates with poorer sleep among students, but causality is not proven. Glossary: flächendeckend = comprehensive, everywhere; die Störvariable = confounding variable; die Selbstauskunft = self-report; die Wirkrichtung = direction of cause and effect.
Memory tricks
- “Last word is boss”: in a compound the last noun decides the article. das Haus + die Tür = die Haustür; die Forschung + der Stand = der Forschungsstand.
- “-ung, -heit, -keit, -schaft, -ion, -ität want an s”: say the chant once and you will rarely miss a Fugen-s again (Wohnungsmarkt, Sicherheitslage, Universitätsklinik).
- Gender by suffix for loanwords: “Die Universität und die Nation; der Realismus; das Museum” – one sentence covers -ität, -ion, -ismus and -um.
- “Lassen does the passive for you”: sich lassen + plain infinitive = “can be done”. Never add werden.
- The Gerundivum die zu lösende Aufgabe = “the task to be solved”. Think of English “to be” + participle: “zu” signals “must/should be”.
- Nominalisation pairs as a chain: weil → wegen, obwohl → trotz, wenn → bei, indem → durch. Write them on one card and test yourself in both directions.
Flashcards
Say the answer aloud, then tap to check. Repeat tomorrow and in 3 days.
die Stichprobe
sampleder Befund
findingder Forschungsstand
state of researchdie Verzerrung
bias, distortiondas Kriterium – Plural?
die Kriteriendas Praktikum – Plural?
die PraktikaDaten erheben (Perfekt)
hat erhobeneiner Sache Rechnung tragen
to take account of somethingetwas zugrunde legen
to take as a basisweil → nominal?
aufgrund / wegen + genitiveindem → nominal?
durch + accusativeDie Daten sind zu prüfen.
The data must be checked.Das lässt sich belegen.
That can be proven.die zu untersuchende Frage
the question to be investigatedUnter X versteht man …
X is understood to mean …Einschränkend ist anzumerken, dass …
A limitation to note is that …Practice questions
Choose the best answer for each question. The explanation appears after you answer.
Welche nominale Form entspricht „Weil die Teilnehmerzahl gering war, …“?
Cause (weil) becomes “aufgrund + genitive“. “Trotz” is concessive, “statt” expresses replacement, and option d is both semantically odd and grammatically wrong (die geringe Teilnehmerzahl).
Ergänzen Sie: „Die Ergebnisse ___ sich nicht ohne Weiteres verallgemeinern.“
Only “sich lassen + infinitive” fits the reflexive “sich” and the plain infinitive; it means “can be generalised”.
„Die Daten sind sorgfältig zu prüfen.“ Welche Umformulierung ist bedeutungsgleich?
“Sein + zu + infinitive” is a passive alternative expressing necessity (or possibility). Here the context indicates necessity: the data must be checked.
Welcher Artikel ist richtig? „___ Untersuchungsmethode“
The last element “die Methode” determines the gender of the compound: die Untersuchungsmethode.
Wie lautet der Plural von „das Kriterium“?
Latin loanwords in -um usually replace -um with -en: das Kriterium – die Kriterien (like das Museum – die Museen).
Ergänzen Sie die Definitionsformel: „Unter Resilienz ___ man die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen.“
The fixed formula is “Unter X versteht man Y”. “Bezeichnen” requires “als”: “Als Resilienz bezeichnet man …”.
Ergänzen Sie das Partizipialattribut: „Die ___ Daten wurden anonymisiert.“ (= die Daten, die im Jahr 2024 erhoben wurden)
A passive relative clause becomes a Partizip II attribute with an adjective ending: die … erhobenen Daten. Partizip I (erhebend) would be active, and options c and d lack the correct ending or meaning.
Was bedeutet „die zu untersuchende Frage“?
“Zu + Partizip I” (Gerundivum) has a passive meaning of necessity or intention: the question that is to be investigated.
Richtig oder falsch? Laut Studie beeinträchtigt das Lesen digitaler Texte vor dem Einschlafen die Schlafqualität deutlich.
The text says reading digital texts showed “keinen messbaren Einfluss”; the effect was strongest for social networks.
Richtig oder falsch? Die Autoren halten es für möglich, dass Schlafprobleme zu häufigerer Smartphone-Nutzung führen.
“Denkbar ist ebenso, dass Personen mit Einschlafproblemen ihr Smartphone häufiger zur Hand nehmen” – the reverse direction of cause is explicitly considered.
Prüfungsformat: Welcher Satz gibt „Aus den Daten lässt sich keine Kausalität ableiten“ am genauesten wieder?
There is a correlation (so b is wrong), but it does not show which factor causes which. Option a claims exactly the causal proof the authors deny.
Welches Kompositum ist korrekt gebildet?
“Arbeit” takes the linking element -s- in compounds: der Arbeitsmarkt, der Arbeitsplatz, die Arbeitszeit.
Checklist
- I can turn causal, concessive, conditional and modal clauses into nominal phrases.
- I can choose between werden-Passiv, sich lassen, sein + zu and -bar adjectives.
- I can determine the gender of compounds and use the right linking element.
- I can define terms with „Unter X versteht man …“ and „Als X bezeichnet man …“.
- I can identify the limitations a study names.
Next, sharpen your precision in word choice, and practise academic texts with the C2 mock exams and the C2 reading and writing skill guides.