HOW TO LEARN GERMAN

German C2 Idioms and Proverbs: Redewendungen, Origins & Quiz

Learn · Practice · Improve

German idioms and proverbs make your language vivid, but at C2 they must be used in exactly the right form and the right situation. In this lesson you learn common Redewendungen and Sprichwörter with short origin hints, their grammar (cases, negation, fixed articles) and their stylistic value. This is core material for the Goethe-Zertifikat C2 (GDS) and telc C2, where idioms appear in reading texts, paraphrase tasks and the speaking test.

What you will be able to do

  • I can understand and use a wide range of idiomatic expressions, including their connotations and register.
  • I can use idioms in their fixed grammatical form, adapting only verb and pronoun.
  • I can recognise proverbs when they are shortened or playfully modified, as often happens in journalism.
  • I can paraphrase an idiom in plain, precise German.

Key vocabulary

Learn each idiom as one unchangeable chunk together with its case pattern (jemandem = dative, etwas = accusative) and one example sentence. The origin hint helps the image stick.

GermanEnglishExample
die Redewendung, -enidiom, idiomatic expressionDiese Redewendung ist schon seit dem Mittelalter belegt.
das Sprichwort, SprichwörterproverbWie das Sprichwort sagt: Übung macht den Meister.
die Redensart, -ensaying, turn of phraseDas ist nur so eine Redensart.
die Herkunft (no pl.)originDie Herkunft dieses Ausdrucks ist umstritten.
etwas auf die lange Bank schiebento put something off (origin hint: files were said to be stored in long chests or benches in old courts)Die Reform wurde jahrelang auf die lange Bank geschoben.
jemandem reinen Wein einschenkento tell someone the plain truth (hint: honest innkeepers served undiluted wine)Ich muss dir reinen Wein einschenken: Das Projekt ist gescheitert.
jemandem auf den Leim gehento fall for someone’s trick (hint: bird-catchers smeared twigs with glue)Viele Anleger sind dem BetrĂŒger auf den Leim gegangen.
aus dem Stegreifoff the cuff, impromptu (hint: Stegreif = old word for stirrup; speaking without dismounting)Sie hielt die Rede aus dem Stegreif.
auf dem Holzweg seinto be on the wrong track (hint: timber tracks led into the forest, not to a village)Mit dieser Annahme sind Sie auf dem Holzweg.
ins FettnĂ€pfchen treten (ist getreten)to put one’s foot in it (hint: stepping into the pot of fat kept by the door for greasing boots)Mit der Frage nach seiner Ex-Frau ist sie ins FettnĂ€pfchen getreten.
den Nagel auf den Kopf treffento hit the nail on the headMit Ihrer Analyse haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen.
etwas ausbaden mĂŒssento have to face the consequences (of someone else’s actions)Die Fehler der Manager mĂŒssen jetzt die BeschĂ€ftigten ausbaden.
jemandem nicht das Wasser reichen könnento be no match for someone (hint: servants handed water for washing hands at table)In Mathematik kann ihr keiner das Wasser reichen.
jemandem einen BĂ€ren aufbindento pull someone’s leg, tell a tall taleLass dir von ihm keinen BĂ€ren aufbinden!
etwas auf dem Kerbholz habento have done something wrong (hint: debts were notched on a tally stick)Der VerdÀchtige hat schon einiges auf dem Kerbholz.
Schwein habento be lucky (hint: a pig was the consolation prize for the last place)Da hast du aber Schwein gehabt!
das Handtuch werfento throw in the towel (from boxing)Nach drei Jahren warf der Trainer das Handtuch.
sich etwas hinter die Ohren schreibento take something to heart, remember a lessonDas solltest du dir hinter die Ohren schreiben.
die Kirche im Dorf lassennot to exaggerate, keep things in proportionLassen wir doch die Kirche im Dorf – es war nur ein kleiner Fehler.
unter vier Augenin private, one-to-oneKönnen wir das unter vier Augen besprechen?
Tomaten auf den Augen habento fail to see the obvious (colloquial)Hast du Tomaten auf den Augen? Das Schild ist doch riesig!
den Löffel abgebento kick the bucket (colloquial, flippant)Mein alter Laptop hat endgĂŒltig den Löffel abgegeben.
Wer A sagt, muss auch B sagen.In for a penny, in for a pound.Du hast zugesagt – wer A sagt, muss auch B sagen.
Der Apfel fĂ€llt nicht weit vom Stamm.Like father, like son.Sie ist Ärztin wie ihre Mutter – der Apfel fĂ€llt nicht weit vom Stamm.
Viele Köche verderben den Brei.Too many cooks spoil the broth.Zwölf Leute im Planungsteam? Viele Köche verderben den Brei.

Useful phrases

Wie heißt es so schön: 
As the saying goes 
 (neutral, slightly ironic)
Nicht umsonst sagt man: 
It is not for nothing that people say 
 (neutral)
Frei nach dem Motto: 
Along the lines of 
 (often critical or ironic)
Um im Bild zu bleiben: 
To stay with the metaphor 
 (formal, essays)
Sprichwörtlich gesagt 
Proverbially speaking 

Wenn man vom Teufel spricht 
Speak of the devil 
 (colloquial, shortened proverb)
Das ist doch Schnee von gestern.That’s old news / water under the bridge (colloquial)
Da liegt der Hase im Pfeffer.That’s the crux of the matter (neutral)
Das ist nicht mein Bier.That’s not my business (colloquial)
Das schlĂ€gt dem Fass den Boden aus!That’s the last straw! (emotional, colloquial)
Ende gut, alles gut.All’s well that ends well.
Was HĂ€nschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.You can’t teach an old dog new tricks (often quoted, sometimes contested)

Grammar: The fixed form of idioms

Idioms are frozen word combinations. Their meaning is not the sum of their words, so changing a single noun, article or preposition destroys the idiom or sounds like a mistake. What you may change: the verb form (tense, person, modal verbs) and the person in the dative or accusative slot. What you may not change: the nouns, their articles, adjectives and prepositions.

Pay attention to three grammatical traps: the case of the person (usually dative: jemandem), weak nouns (n-declension) inside the idiom, and idioms that only exist in the negative.

IdiomGrammar noteConjugated example
jemandem einen BĂ€ren aufbindenBĂ€r is a weak noun: einen BĂ€ren (not einen BĂ€r); dative personDa hat man dir einen BĂ€ren aufgebunden.
jemandem reinen Wein einschenkenno article, strong adjective ending: reinen WeinEr hat uns endlich reinen Wein eingeschenkt.
jemandem nicht das Wasser reichen könnenonly negative (nicht, keiner, kaum) or in questionsIm Schach kann ihr niemand das Wasser reichen.
etwas auf die lange Bank schiebenauf + accusative (direction)Wir dĂŒrfen das nicht lĂ€nger auf die lange Bank schieben.
auf dem Holzweg seinauf + dative (location)Damit waren die Ermittler auf dem Holzweg.
ins FettnÀpfchen tretenmovement: Perfekt with sein; ins = in dasEr ist wieder einmal ins FettnÀpfchen getreten.
sich etwas hinter die Ohren schreibenreflexive pronoun in the dative: mir, dir, sich 
Das schreibe ich mir hinter die Ohren.

Rule to remember: In an idiom you may conjugate the verb and change the person, but never the nouns, articles, adjectives or prepositions.

  • Wir haben die Entscheidung auf die lange Bank geschoben.
  • HĂ€ttest du mir doch frĂŒher reinen Wein eingeschenkt!
  • Diesem VerkĂ€ufer sind schon viele auf den Leim gegangen.
  • An Erfahrung kann ihm in der Firma keiner das Wasser reichen.
  • Diese Lektion solltet ihr euch hinter die Ohren schreiben.

Typical mistake: ✗ Er hat mir einen BĂ€r aufgebunden. → ✓ Er hat mir einen BĂ€ren aufgebunden. BĂ€r belongs to the n-declension (der BĂ€r, den BĂ€ren, dem BĂ€ren, des BĂ€ren), and the idiom keeps that form.

Proverbs in real texts: shortened and twisted

Native speakers often quote only the first half of a proverb and expect the listener to complete it: „Wer A sagt 
“, „Wenn man vom Teufel spricht 
“, „Der Apfel fĂ€llt 
“. Journalists also like to twist proverbs for a humorous or critical effect (Verfremdung). To catch the joke, you need to know the original.

OriginalTwisted version (e.g. headline)Effect
Wer zuletzt lacht, lacht am besten.Wer zuletzt lacht, hat den Witz nicht verstanden.humorous punchline
Morgenstund hat Gold im Mund.Morgenstund hat Stau im Mund.ironic comment on commuting
Viele Köche verderben den Brei.Viele Gremien verderben die Reform.criticism of bureaucracy

Read: Speaking in pictures

Montagmorgen, Teamsitzung. Die Projektleiterin will niemandem auf die FĂŒĂŸe treten, doch irgendwann platzt ihr der Kragen: „Wir haben den Relaunch lange genug auf die lange Bank geschoben. Ich schenke Ihnen jetzt reinen Wein ein: Wenn wir bis Juni nicht liefern, können wir den Laden dichtmachen.“ Niemand im Raum stutzt. Alle verstehen sofort, was gemeint ist – obwohl weder eine Bank noch ein Weinglas in Sicht ist.

Redewendungen sind verdichtete Erfahrung. Viele von ihnen stammen aus Lebenswelten, die lĂ€ngst verschwunden sind. Wer heute „auf dem Holzweg“ ist, denkt dabei wohl kaum an einen Waldweg zum Holztransport; wer „aus dem Stegreif“ eine Rede hĂ€lt, sitzt in der Regel nicht im Sattel. Gerade dieser historische Ballast macht die Bilder jedoch so einprĂ€gsam. Sie sind gewissermaßen sprachliche Fossilien, die noch immer quicklebendig sind.

FĂŒr Lernende bergen Idiome allerdings TĂŒcken. Erstens sind sie in ihrer Form weitgehend erstarrt: Man kann zwar einem Kollegen oder der Chefin reinen Wein einschenken, nicht aber „sauberen Wein“ oder gar „reines Bier“. Zweitens sind sie oft stilistisch markiert. „Den Löffel abgeben“ fĂŒr „sterben“ wĂ€re in einer Trauerrede ein Fauxpas erster GĂŒte. Drittens verraten sie Haltungen: Wer sagt, ein Kollege habe „Schwein gehabt“, spricht ihm das Verdienst ab; wer dagegen sagt, er habe „den Nagel auf den Kopf getroffen“, lobt seine Treffsicherheit. Viertens lassen sie sich selten wörtlich ĂŒbersetzen. Wer im Englischen sagt, es regne „cats and dogs“, meint dasselbe wie jemand, der im Deutschen behauptet, es regne „BindfĂ€den“ oder „wie aus Eimern“ – doch kein seriöses Wörterbuch wĂŒrde diese Bilder eins zu eins ĂŒbertragen.

Wer Idiome souverĂ€n beherrscht, wirkt nicht nur kompetent, sondern auch sympathisch, denn er zeigt, dass er die Bilderwelt einer Sprachgemeinschaft teilt. Sparsam und treffsicher eingesetzt, sind Redewendungen das Salz in der Suppe. Übertreiben sollte man es freilich nicht. Ein Text, in dem jede zweite Zeile eine Redensart enthĂ€lt, wirkt bemĂŒht – oder, um im Bild zu bleiben: Man sollte die Kirche im Dorf lassen.

Gist: idioms are vivid “fossils” from old ways of life; learners must respect their fixed form, their register and the attitudes they express. Glossary: jemandem platzt der Kragen = someone loses their temper; stutzen = to hesitate in surprise; bergen = to hold, contain; bemĂŒht = forced, trying too hard.

Memory tricks

  • Picture the origin: a sticky twig (Leim), a rider in the stirrup (Stegreif), a dusty bench full of files (lange Bank). One mental image per idiom is the fastest way to remember both form and meaning.
  • Group idioms by body part: Augen (Tomaten auf den Augen, unter vier Augen), Ohren (sich etwas hinter die Ohren schreiben), FĂŒĂŸe (jemandem auf die FĂŒĂŸe treten). Groups are easier to recall than lists.
  • BĂ€r – BĂ€ren – BĂ€ren: say “einen BĂ€ren aufbinden” three times with the -en clearly pronounced; the weak noun ending then sticks inside the chunk.
  • Mini-story: Ich habe die Steuer auf die lange Bank geschoben, bin einem Berater auf den Leim gegangen und muss jetzt alles ausbaden. Da hilft nur noch: reinen Wein einschenken.
  • Traffic-light register: green = safe everywhere (den Nagel auf den Kopf treffen), yellow = informal (Schwein haben), red = flippant (den Löffel abgeben). Mark your flashcards with the colour.

Flashcards

Say the answer aloud, then tap to check. Repeat tomorrow and in 3 days.

etwas auf die lange Bank schiebento put something off
jemandem reinen Wein einschenkento tell someone the plain truth
jemandem auf den Leim gehento fall for someone’s trick
aus dem Stegreifoff the cuff, impromptu
auf dem Holzweg seinto be on the wrong track
ins FettnĂ€pfchen tretento put one’s foot in it
etwas ausbaden mĂŒssento have to face the consequences
jemandem nicht das Wasser reichen könnento be no match for someone
jemandem einen ___ aufbinden (BĂ€r)BĂ€ren (weak noun)
etwas auf dem Kerbholz habento have done something wrong, have a record
Schwein habento be lucky
die Kirche im Dorf lassennot to exaggerate
Da liegt der Hase im Pfeffer.That’s the crux of the matter.
Wer A sagt, 

 muss auch B sagen.
Der Apfel fÀllt 

 nicht weit vom Stamm.
Viele Köche 

 verderben den Brei.

Practice questions

Choose the best answer for each question. The explanation appears after you answer.

  1. „Er hat die SteuererklĂ€rung schon wieder auf die lange Bank geschoben.“ Was bedeutet das?

    “Etwas auf die lange Bank schieben” means to postpone something, usually something unpleasant.

  2. ErgĂ€nzen Sie: „Da hat dir jemand einen ___ aufgebunden.“

    “BĂ€r” is a weak masculine noun (n-declension), so the accusative is “den/einen BĂ€ren”. The idiom keeps this form.

  3. Welche Redewendung geht der gĂ€ngigen ErklĂ€rung nach auf den Vogelfang zurĂŒck?

    Bird-catchers smeared branches with glue (Leim); birds that landed there were stuck. Stegreif comes from riding, FettnÀpfchen from farmhouse life, Handtuch werfen from boxing.

  4. In welcher Textsorte wĂ€re „den Löffel abgeben“ (= sterben) eindeutig unangemessen?

    The idiom is flippant and colloquial. In a death notice, the respectful register requires “verstorben” or “von uns gegangen”.

  5. ErgĂ€nzen Sie: „Im Schach ___ ihr niemand das Wasser reichen.“

    The idiom is “jemandem nicht das Wasser reichen können”, always with “können” and a negation (here: niemand).

  6. „Mit dieser Vermutung sind Sie auf dem Holzweg.“ Welche Paraphrase ist inhaltlich gleichwertig?

    “Auf dem Holzweg sein” means to be mistaken, to be on the wrong track. Option c is a trap: unproven is not the same as wrong.

  7. VervollstĂ€ndigen Sie das Sprichwort: „Wer A sagt, 
“

    “Wer A sagt, muss auch B sagen”: if you start something, you must accept the consequences and see it through.

  8. ErgĂ€nzen Sie: „Mit seiner Bemerkung ___ er voll ins FettnĂ€pfchen getreten.“

    “Treten” in the sense of stepping somewhere (movement to a place: ins FettnĂ€pfchen) forms the Perfekt with “sein”.

  9. Richtig oder falsch? Laut Text sind die Teilnehmer der Sitzung durch die Redewendungen der Projektleiterin verwirrt.

    “Niemand im Raum stutzt. Alle verstehen sofort, was gemeint ist.” Nobody is confused.

  10. Richtig oder falsch? Laut Text unterstellt man mit „Er hat Schwein gehabt“, dass sein Erfolg nicht verdient ist.

    The text says that whoever uses this idiom “spricht ihm das Verdienst ab”, i.e. denies that the success was earned: it was luck.

  11. PrĂŒfungsformat: Welcher Satz gibt „Man sollte die Kirche im Dorf lassen“ sinngemĂ€ĂŸ am besten wieder?

    The idiom means keeping things in proportion and not exaggerating. The references to church and village tempt you towards “tradition” (a), but that is a literal misreading.

  12. Welcher Satz verwendet die Redewendung korrekt?

    The fixed form is “jemandem reinen Wein einschenken”: adjective “rein”, no article, verb “einschenken”. Any substitution breaks the idiom.

Checklist

  • I can explain the meaning and a likely origin of at least ten German idioms.
  • I use idioms in their fixed form, changing only verb and person.
  • I know which idioms are colloquial or flippant and avoid them in formal texts.
  • I can complete shortened proverbs and spot twisted ones in headlines.

Next, move on to rhetoric and persuasive argumentation, and practise idioms in context with the C2 mock exams and the C2 reading and speaking skill guides.